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Seit über 25 Jahren wird in den skandinavischen Ländern Kanin-Hop betrieben und hat sich dort beinahe zu einem Volkssport entwickelt. Seit einigen Jahren ist dies Hobby nun auch in Deutschland ansässig. Waren es am Anfang nur einige wenige Idealisten, so kann man nun schon fast von einem flächendeckenden Netz an Kanin-Hop Gruppen in Deutschland reden.

Für Kanin-Hop ist bei uns der ZDRK (Zentralverband deutscher Rassekaninchenzüchter e.V.) zuständig. Angeschlossen an verschiedene Rassekaninchenzuchtvereine haben sich Kanin-Hop Gruppen gebildet. In der Zwischenzeit sind es über 80 Gruppen mit über 700 Mitgliedern, die dieses Hobby betreiben. Die Tendenz ist weiter stark ansteigend.

 

In den Kanin-Hop Gruppen wird gemeinsam trainiert und die Kanin-Hopper und Kaninchen an Kanin-Hop herangeführt. Es wird sehr genau darauf geachtet, dass die Kaninchen ordentlich behandelt  und nicht überfordert werden. Nicht jeder darf auf einem Turnier starten, auf solchen Veranstaltungen ist dann auch die Mitgliedschaft in einem ZDRK-Verein Pflicht und ein Mindestalter von 9 Jahren ist gefordert. Nur auf vereinsinternen Turnieren und in der sogenannten „Führklasse“ wo Kinder von einer erwachsenen, fachkundigen Person begleitet werden, darf man schon mit 6 Jahren an entsprechenden Wettbewerben teilnehmen. 

Ob ein Kaninchen geeignet und fähig ist wird durch eine „Klassenprüfung“ festgelegt. Diese Prüfung wird von einem Kanin-Hop Beauftragten oder einem Schiedsrichter durchgeführt. Erst wenn ein Kaninchen die entsprechende Klassenprüfung abgelegt hat, darf es in der entsprechenden Turnierart starten. Es gibt vier Schwierigkeitsklassen, in der leichten Klasse sind Hindernisse mit Höhen und Weiten von 25cm zulässig. In der mittelschweren Klasse dürfen die Höhen schon 35cm und die Weiten 40cm betragen. Bei der schweren Klasse betragen die Höhen 40cm und die Weiten der Hindernisse schon 55cm.  Seit 2012 ist auch noch die Eliteklasse in Deutschland eingeführt worden, hier müssen Höhen bis 45cm und Weiten bis 70cm überwunden werden. Es gibt drei verschiedene Arten von Klassenwettbewerben, die gerade Bahn ist als Gerade oder in L- oder U-Form aufgebaut wird. Im Parcours werden ähnlich wie beim Pferdesport die Hindernisse in logischer Reihenfolge in einem Parcours aufgebaut. Als absolutes Highlight ist die „offene Klasse“ oder in Zukunft „freies Springen“ anzusehen, hier wird nicht mit Leine gesprungen! Besser kann man Kritikern nicht beweisen, dass die Kaninchen freiwillig die Hindernisse überwinden. Für jede einzelne Wettbewerbsart wird in einem Startbuch, das für jedes einzelne Kaninchen geführt wird, die entsprechende Startklasse verzeichnet.  Es gibt noch verschiedene weitere „Offene Wettbewerbsarten“, hier ist aber zumindest auch die Klassenprüfung in der leichten Klasse Pflichtvoraussetzung!

Neben Klassenprüfungen müssen Schiedsrichter auch auf Turnieren amtieren. Zurzeit gibt es über 200 Schiedsrichter im ZDRK. Um Schiedsrichter zu werden muss man eine Prüfung ablegen, die aus einem theoretischen und praktischen Teil besteht. In der Theorie muss ein großer Fragenkatalog beantwortet werden um zu beweisen, dass man die Kanin-Hop Regeln beherrscht. Im praktischen Prüfungsteil müssen Bahnen und Parcours aufgebaut werden und Durchläufe beurteilt werden. In regelmäßigen Abständen müssen sich Schiedsrichter nun auch nach der bestandenen Prüfung weiterbilden.

Nur auf vereinsinternen Turnieren reicht es einen Schiedsrichter pro Wettbewerb einzusetzen, bei Turnieren mit mehreren Vereinen sind 2 Schiedsrichter pro Wettbewerb Pflicht.

Wie läuft nun ein Kanin-Hop Turnier ab?

Um eine Turnier zu veranstalten muss man sich erst einmal eine Genehmigung des zuständigen Landesverbandes einholen. Hierzu sendet man die geplante Turnierordnung und -beschreibung an den zuständigen Ansprechpartner und wird innerhalb einiger Zeit darauf Antwort bekommen. Anschließend werden die Turnierunterlagen veröffentlicht, hierfür wird meistens dieses Forum verwendet: http://www.kaninhop-forum.de/  Manche Vereine laden auch nur gezielt Teilnehmer ein, veröffentlichen ihre Unterlagen auf der eigenen Homepage, in einer Fachzeitung oder bei Facebook.

Meist ist der Meldeschluss für Turniere 2-4 Wochen vor der Veranstaltung, die Meldegebühren liegen zwischen 2€ und 5€ pro Start. Die Turnierleitung erfasst alle Meldungen die teilweise per Email und teilweise per Post angenommen werden. Zur Arbeitserleichterung wurde vor einigen Jahren ein spezielles Programm entwickelt, dass es erleichtert ein Turnier auszutragen. Sowohl die „Begleiter“ als auch die Kaninchen werden entsprechend erfasst und den einzelnen Wettbewerben zugeordnet. Das Programm übernimmt dann die Vergabe der Startreihenfolge, den Druck von Meldepapieren, Gehegekarten und Startlisten. Im Verlauf der Wettbewerbe werden die Ergebnisse der Durchläufe eingetragen. Das Programm errechnet, die Teilnahmeberechtigung in folgenden Runden, die Siegerliste, druckt Urkunden und Aufkleber damit die Turnierergebnisse in den Startbüchern dokumentiert werden. Andere Turnierveranstalter verwenden hierfür Excel-Dateien oder führen die Ergebnislisten handschriftlich. Viele weitere Dinge sind bei einem Turnier zu bedenken und zu organisieren. Die Startgelder werden meist für Ehrenpreise verwendet, auch versuchen die Turnierleiter mit der Unterstützung durch Sponsoren den Ehrenpreistisch zu füllen. Es ist es immer schön, wenn jeder Starter eine Kleinigkeit bekommen kann. Da es ja oft die „Kleinen“ sind, die bei ihrem ersten Turnier die hinteren Plätze belegen, sollte auch diese nicht „leer ausgehen“.  Dankbar ist man für Spenden z.B. von ortansässiger Geschäfte oder Futtermittelfirmen. Eine schöne Mischung als Pokalen, Schleifen, Futtermittel und verschiedenen „Sachspenden“ geben ein buntes Bild auf dem Ehrenpreistisch.

Vor dem Start des eigentlichen Turniers wurden meist schon zahlreiche Tage investiert um den Kanin-Hoppern und Besuchern eine gelungene Veranstaltung zu bieten. Nach den Bestimmungen des ZDRK hat auf jedem Turnier jedem Kaninchen ein geeignetes Gehege zur Verfügung zu stehen. Je nach Größe des Tieres sind die Anforderungen an die Gehege geregelt. Die Tiere müssen vor Kälte und Zug aber viel wichtiger vor zu großer Hitze geschützt werden. In Skandinavien finden die meisten Turniere bei Wind und Wetter unter freiem Himmel statt. Dies ist in Deutschland eher selten. In Süddeutschland haben viele Kaninchenzuchtvereine ihre eigenen Ausstellungshallen, die auch für Kanin-Hop genutzt werden. In Norden Deutschlands ist so etwas eher selten, hier finden Turniere in verschiedenen Arten von Hallen statt. Auch finden ab und zu Turniere im Freien statt, allerdings hat sich dabei der Einsatz großer Pavillons gewährt. So können die Tiere von Regen und Sonne geschützt werden. Ein Turnierwochenende beginnt oft mit stundenlanger Vorbereitung. Gehege, Pavillons, Teppiche und Hindernisse müssen angefahren und aufgebaut werden. EDV, Lautsprecheranlage, vielleicht noch Stände für Getränke und Essen folgen. Wenn dann erst einmal Alles vorbereitet ist kann das eigentliche Turnier starten.

Zu Beginn werden die Startbücher auf Vollständigkeit überprüft. Alle startenden Tiere müssen zumindest einmal im Jahr gegen RHD geimpft sein, viele Kanin-Hop Tiere sind zusätzlich auch noch gegen Myxomatose geimpft worden. Im Rahmen der Startbuchkontrolle wird neben der Identität des Tieres auch geschaut, ob auch für die gemeldeten Wettbewerbsarten die entsprechenden Klassenprüfungen abgelegt wurden. Die Mitgliedschaft im ZDRK ist durch eine entsprechende Siegelmarke im Startbuch dokumentiert. In vielen Fällen werden die Startbücher in der Reihenfolge der Startlisten sortiert, da zum Abschluss der Wettbewerbe die Ergebnisse in den Startbüchern eingetragen werden müssen. Die Tiere müssen von der Turnierleitung in Augenschein genommen werden um eventuelle Krankheiten auszuschließen. Bei machten Turnieren werden die Tiere auch von zuständigen Veterinäramt kontrolliert und auf der DM 2013 in Lemgo wurde z.B. ein ortansässige Tierärztin damit beauftragt.

Zum Start der Wettbewerbe werden sie wichtigsten Regeln und Turnierbedingungen noch einmal allen Startern vorgetragen und dann kann es endlich losgehen.

Nach einander starten alle Teams zu ihren ersten Durchlauf. Die Zeit je Durchlauf beträgt 2 Minuten, darüber hinaus werden je angefangene 15 Sekunden ein Fehlerpunkt angerechnet, Bei über 2:30 Minuten wird das Team disqualifiziert. Innerhalb dieser Zeit müssen alle Hindernisse überwunden werden. Die Anzahl der Hindernisse variiert je nach Wettbewerbsart zwischen 8 und 16 Hindernissen (plus Start- und Zielhindernis). Je nach Turnierausschreibung können entweder alle Starter an mehreren Runden eines Wettbewerbes teilnehmen oder man darf nur dann in der nächsten Runde starten, wenn eine maximale Fehlerzahl nicht überschritten wird. Als Fehler zählen neben den Zeitfehlern, in erster Linie an wie viel Hindernissen Stangen gefallen sind. Jegliche Art von Korrekturen wie Berühren des Tieres, leichtes Ziehen an der Leine und andere Dinge um auf der Tier Einfluss zu nehmen werden ebenfalls gezählt und je 3 Korrekturen ein Fehler angerecht. Fahrlässiges und grober Verhalten gegenüber einem Kaninchen sind zum Glück fast nie zu sehen und würde zur sofortigen Disqualifikation führen.

Nach den einzelnen Durchläufen müssen die Kaninchen mindestens 10 Minuten Pause eingeräumt werden. In der Praxis ist dieser Zeitraum meist viel länger. Bei allen Wettbewerben zählt in erst Linie die Anzahl der Fehler bei der Platzierung. Nur bei Fehlergleichheit zählt die schnellere Zeit bei der Platzierung.  Ein Turnier wird oft in verschiedenen Wettbewerben und Schwierigkeitsgraden ausgetragen. Manche Turniere mit ein oder wenigen Wettbewerben wird an einem Tage ausgetragen. Andere Turnieren gehen über 2 bis hin zu drei Tagen (oft bei Deutschen oder Europameisterschaften). In den wärmeren Monaten wird oft ein Zeltlager zum Übernachten angeboten, hier wird die Gemeinschaft unter den Kanin-Hopper gefördert und es entstehen viele Freundschaften. Kanin-Hop hat sich auch zu einem Publikumsmagnet entwickelt, viele Besucher sind gegeistert wie fließend und elegant die Kaninchen über die Hindernisse springen. Oft muss man als Turnierleitung nur eingreifen um den Zuschauern zu erklären das Kaninchen eigentlich Fluchttiere sind und darum gebeten Lautes Klatschen und Rufe zu unterlassen oder auch das Starterlager nicht zu betreten, um den Tiere Ruhe zu gönnen. Ebenso weist man durch Wort und Bild darauf hin, das keine Blitzlichter auf Turnieren erlaubt sind. Trotz dieser Einschränkungen sind die Zuschauer begeistert und loben immer wieder die Veranstaltungen und kommen oft ein wiederholtes Mal mit Freunden und Bekannten zu Turnieren. Informationen zu Kanin-Hop, wo das nächste Turnier stattfindet oder wo man eine Kanin-Hop Gruppe findet kann man auf www.kanin-hop.de , im www.kaninhop-forum.de  oder www.zdrk.de nachlesen. Als ZDRK Kanin-Hop Beauftragter stehe ich auch bei Fragen gerne zur Verfügung

Kai Sander

Materialbedarf eine Kanin-Hop Turniers am Beispiel des Lemgoer Ostermarktspringens 2015:

·         4 Pavillions a 40qm = 160qm überdacht

·         64qm Kunstrasen für Wettbewerbsfläche

·         20 qm Kunstrasen für Aufwärmbahnen

·         90 Gehege für Unterbringung von Kaninchen

·         2 Schau-Ausläufe für Streicheltiere

·         Heu und Einstreu für Gehege

·         32 lfm Banden zur Absperrung der Turnierfläche

·         Ca. 20 Hindernisse für Wettbewerb und Aufwärmbahnen

·         Gießkannen für Trinkwasser

·         10 Bierzeltgarnituren für Anleintische, Sitzgelegenheit, ect.

·         Lautsprecheranlage

·         Computer zur Wettbewerbseingabe

·         Drucker für Urkunden und Aufkleber

·         Fernseher zur Darstellung der Wettbewerbsergebnisse

·         Pokale, Siegerschleifen und Ehrenpreise für alle Starter

·         Infomaterial über Kanin-Hop und den ausrichtenden Verein

Mitwirkende:

·         Mindestenes 10 Personen für den Aufbau der Pavillions, Gehege und Turnierbahn

·         2 Personen für Turnierleitung, EDV-Eingabe und Siegerehrung

·         1 „Stadionsprecher“

·         4 Schiedsrichter

·         4 „Stangenausbauer“

·         2 Betreuer für Infostand

·         Mindestens 10 Personen zum Abbau

Zeitaufwand:

·         Unzählige Stunden zur Vorbereitung und Planung (Sponsorenbetreuung, Vorberichte, Eingabe der Starter, Bestellung von Ehrenpreisen, Druck von Starterlisten uvm.)

·         2 Std mit 8 Personen zum Laden von Anhängern und Autos

·         2 Std  Aufbau

·         8 Std eigentliches Turnier incl. Startbuchkontrolle und Siegerehrung

·         3 Std Abbau, Abtransport und Einlagern aller Dinge

·         Einige Stunden für Berichterstattung in Zeitungen und Internet

 

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