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Am 18. und 19. Oktober fand das Herbstspringen des 1. Thüringer Kaninchensport Jena e.V. in Zusammenarbeit mit dem Kaninchenzuchtverein T108 Langenwetzendorf e.V. in Langenwetzendorf im Greizer Land statt. Gemeldet waren 38 Teilnehmer aus Deutschland, den Niederlanden und der Tschechischen Republik mit insgesamt 142 Kaninchen.

Das Turnier begann für viele Teilnehmer bereits am Freitag mit der Anreise und Einstallung der Tiere in der Turnhalle in Langenwetzendorf. Viele hatten eine Anreise von mehreren hundert Kilometern auf sich genommen. Nach dem Einstallen ging es in die örtliche Jugendherberge „Waldherberge“ in der alle Teilnehmer untergebracht waren. Beim Begrüßungsabend ließ man den Abend mit netten Gesprächen ausklingen. Zum Abendessen wurde Soljanka, eine in den neuen Bundesländern sehr beliebte Fleischsuppe, und Gemüsetaschen gereicht. Die letzten Anreisegäste waren um halb 2 aus Tschechien angekommen und so konnte die Turnierleitung dann um halb 3 nachts auch Feierabend machen.

Die gerade Bahn musste aus Platzgründen als „U“ aufgebaut werden. Dabei wurde darauf geachtet, dass beiderseits an den Enden niemand stehen konnte, maximal der nachfolgende Starter, so dass die Kaninchen in Laufrichtung keine Personen zu befürchten hatten. Die Bahn samt Einzäunung teilte die aus der Gründerzeit stammende Langenwetzendorfer Turnhalle etwa in der Mitte. Wir haben Wert darauf gelegt das Teilnehmerlager und den Zuschauer- und Versorgungsbereich klar zu trennen. Das hat auch gut funktioniert und nur wenige Besucher sind an den Ställen gewesen. Wir sind überzeugt, dass es für die Tiere so wesentlich ruhiger zuging und auch die Teilnehmer nicht bei ihren Vorbereitungen gestört wurden.

Der Blick vom Sprecher- und Organisationsbereich auf die Turnierhalle. Die gerade Bahn als „U“ in der Mitte trennte den Zuschauerbereich (links) und den Teilnehmerbereich (rechts) sauber ab. Rechts unten die Aufwärmbahn. Die Siegerehrungen fanden hinten links am Preistisch statt.

Am Samstag reisten dann die Tagesteilnehmer für Samstag an. Der für 10 Uhr geplante Beginn des Turnieres verschob sich um etwa 20 Minuten nach hinten, da noch nicht alle Teilnehmer und Startbücher da waren. Nach kurzer Begrüßung und Einweisung ging es ans Ausscheidungsspringen. Dieses zog sich bis in den frühen Nachmittag hin. Es folgte die Mini-Klasse (bis 20cm Höhe) für Tiere, die noch nie an einem Turnier teilgenommen haben. Mit 24 Startern fand die Mini-Klasse guten Zuspruch und auch die Rückmeldungen der Teilnehmer zu dieser Einführungsklasse waren durchweg positiv. Es folgte die Leichte und Mittelschwere Klasse, die sich bereits bis in die Abendstunden hinzog. Wir schlossen den Samstag mit der Geraden Bahn in der Schweren und Elite Klasse. Die Zeitplanung war bei dem Turnier leider aus dem Ruder gelaufen. Wir hatten 2 Durchläufe, die in Summe gewertet wurden, ausgeschrieben und auch durchgeführt. Die vielerorts übliche Vor- und Finalrundenreglung hätte sicher Zeit gespart, aber sicher auch für Frust gesorgt bei den weit angereisten Teilnehmern, die dann im Zweifel mit ihrem Tier genau einmal über die Bahn hätten springen dürfen. So war jeder zumindest zweimal dran. Im Ausscheidungsspringen hatten wir die Maximalzeit auf 3 Minuten und 30s gesetzt, das war auch zu viel, da diese Zeit von eine Reihe Starter ausgereizt wurde. Vermutlich müssen wir beim nächsten Turnier das Ausscheidungsspringen einfach weg lassen. An der Stelle geht nochmal ein Dank an alle Teilnehmer die am Samstag noch so lang durchgehalten haben. Zum Abendessen und Zwischenstärkung vor der SK und EK wurde zur allgemeinen Freude Pizza gereicht. Die Siegerehrung wurde nach jedem Wettbewerb sofort durchgeführt, somit konnten beispielsweise die Teilnehmer, die nur im Ausscheid und LK gestartet sind zeitnah den Heimweg antreten.

Siegerehrung in der Eliteklasse Parcours. Die Siegerkaninchen rücken in den Mittelpunkt.

Für die 3 Sieger des Wettbewerbes stand ein Podest bereit, wodurch auch die eigentlichen Gewinner, die Kaninchen, neben ihrem Begleiter zu ihrer Ehre kamen. Das wäre bei einer geschlossenen Siegerehrung am Ende so nicht möglich gewesen. Als positiv seitens des Turnierablaufes kann man noch die Reglung erwähnen, dass immer der übernächste Starter – und nur dieser – auf die Aufwärmbahn durfte, während sich der folgende Starter bereithält. Das hat sehr gut funktioniert und der folgende Teilnehmer stand tatsächlich immer schon bereit und konnte zügig starten. Das Turnier wurde nach dem Regelwerk des 1. Thüringer Kaninchensport Jena e.V. gerichtet, welches eine Kombination aus dänischen und schwedischen Regelwerk ist. Es gab keine Beschwerden über die Entscheidungen, sondern sogar Lob für faire Entscheidungen. An diese Stelle einen Dank an unsere Schiedsrichter Mike und Andreas (Kaninchensport Erding e. V.), sowie Michael (1. TKS Jena e.V.). Die Qualität im Umgang mit den Kaninchen war in großen Teilen sehr gut und es mussten nur selten Ermahnungen und Verwarnungen ausgesprochen werden. Im Großen und Ganzen entsprach es dem Niveau, was man von anderen Turnieren gewohnt ist.

Der Samstagabend wurde mit einem Lichtbildvortrag über die Erlebnisse von Sara und Michael während ihres Urlaubs in Schweden abgerundet. Während die meisten Teilnehmer die Nacht in der Jugendherberge weiter für Gespräche und Fachsimpelei nutzen, wurde mit vielen fleißigen Helfern die Turnierbahn noch für das Parcoursspringen am Folgetag vorbereitet.

Am Sonntag sollte das Turnier bereits um 9:00 Uhr beginnen, was sich leider etwas nach hinten verschob, da einige Teilnehmer noch etwas träge waren.

Am Sonntag wurden die Wettbewerbe im Parcours durchgeführt. Dazu wurde die Bahn erweitert und die Einspringbahn umverlegt.

Man munkelt die Nacht wurde in der Jugendherberge abermals zum Tag gemacht. Die Leichte Klasse in Parcoursform wurde als Staffelwettbewerb ausgetragen. Danach folgten Mittelschwere, Schwere und Elite Klasse im Parcours. Wie auch am Samstag wurde großer Wert auf großen Hindernisabstand gelegt. Dieser lag zwischen 2,5m und 3m, was sich speziell für die hohen Klassen als wichtig zeigte.

Da nach dänischen Höhen- bzw. Weitenreglement gesprungen wurde, waren die Schwere und Eliteklasse bereits auf ZDRK-Eliteniveau bzw. darüber. Insgesamt gab es dennoch insgesamt 16 Tiere die sich der Herausforderung stellten und die meisten haben sich sehr gut geschlagen. Generell wurden die Hindernisse in den Geraden Bahnen und im Parcours anspruchsvoll aufgebaut, d.h. konkret es wurden Sprünge aufgebaut, die gleichzeitig hoch sind und in die Tiefe gehen. Obwohl dies im Rahmen des Reglements ist und auch konkret in der Ausschreibung ausgewiesen war, kam es hier zu Diskussionen. Offenbar sind viele Kaninhopper nur einreihige Steilsprünge oder flache Weitsprünge gewohnt. Seitens der Turnierleitung wurde sich auf eine anspruchsvolle Bahn festgelegt, um zu vermeiden, dass am Ende die ersten 10 Plätze mit zweimal Null Fehlern platziert werden und es nur noch darum geht, welches Tier am schnellsten durch die Bahn rennt. Es sollte das Tier gewinnen, welches am besten springen kann. Auch wenn es für viele ungewohnt war, haben sich die meisten Tiere zurecht gefunden. Der anspruchsvolle Aufbau, der verglichen mit im Ausland üblichen Sprüngen immer noch dezent war, hat dennoch polarisiert, wie man aus den Rückmeldungen entnehmen kann. So gab es, wie bereits auf dem Turnier selbst, Teilnehmer, die es für zu schwer empfanden, und andere die sich konkret bedankt haben, dass es so schwierig war und sie absolut Stolz auf ihr Tier waren. Einige Starter waren offenbar überrascht was ihre Tiere eigentlich können. Die Turnierleitung hat in dem Zusammenhang darauf geachtet ob einzelne Hindernisse von allen Tieren im 1. Durchlauf gerissen wurden und hat diese dann in einer Instanz „entschärft“. Zusammenfassend kann man sagen, dass das Turnier vom Schwierigkeitsgrad sehr ambitioniert war, aber man auch gesehen hat, dass die Tiere es können und es mehr eine Trainingsfrage ist. Speziell für die Starter in der SK und EK, die mehrheitlich zur Europameisterschaft fahren werden, war es sicher ein guter Vorgeschmack für die EM. Für ein zukünftiges Turnier könnte man die geplanten Hindernisse vorher beispielsweise fotografieren und den Teilnehmern so die Möglichkeit zum Üben geben.

Das Turnier wurde abgerundet von einem Wettbewerb in Agility an dem 24 Kaninchen teilgenommen haben. Eine Besonderheit war, dass man nach dem Zieldurchlauf Pluspunkte mit kleinen Kunststücken sammeln und damit Fehler ausgleichen konnte. Hier gab es einige sehr schöne Vorführungen. Die Rückmeldungen zum Agility waren durchweg positiv. Beim nächsten Mal würden wir Agility ganz ohne Leine ausschreiben, da man doch gesehen hat, dass einige Teilnehmer ihre Tiere sehr kurz gehalten haben was nicht der Sinn im Agility ist. Die Siegerehrung am Sonntag wurde durch einen Vertreter des Landkreises Greiz durchgeführt, der in seinem Grußwort Vergleiche zur Kaninchenzucht ausführte.

Das Turnier wurde am Sonntag wie geplant um 16 Uhr geschlossen und die Teilnehmer konnten die Heimreise antreten.

Unser Mitglied Luise, die unermüdlich zum Gelingen des Turnieres beigetragen hat, mit Noobyfits Rani gewinnen die Ehrenmedaille des LV Vorsitzenden für die beste Gesamtleistung in der Schweren Klasse.

Neben den Platzierten haben wir noch Ehrenpreise vergeben. So wurden beispielsweise die beiden ältesten Kaninchen (8 Jahre), die jüngsten Teilnehmer (9 und 9,5 Jahre) und die weiteste Anreise (500km+) geehrt. Ein besonderer Dank ging an unsere Stadionsprecher Sandra und Hilda, wobei letztere für unsere tschechischen Teilnehmer unermüdlich übersetzt hat. Unser Mitglied Katrin wurde für ihre vielen Arbeitsstunden an der Einzäunung und den Hindernissen geehrt. Ein weiterer Dank ging an den T108 für die hervorragende Unterstützung der Veranstaltung. Für die beste Gesamtleistung in der Mittelschweren Klasse (Gerade Bahn und Parcours) wurde ein Hindernis als Preis übergeben. In der Schwere Klasse gab es dafür die Ehrenmedaille des Landesverbandsvorsitzenden Peter Pabst, die dankenswerterweise zur Verfügung gestellt wurde. In der Eliteklasse wurde ein großer Karton mit Futterpreisen übergeben. An dieser Stelle danken wir noch allen Sponsoren, die unserer Veranstaltung so großzügig unterstützt haben.

Die besten Stadionsprecher, die man sich wünschen kann. Sandra (links, 1. TKS Jena e.V.) und Hilda (rechts, Klub KRÁLIČÍ HOP) haben durch allzeit korrektes Aufrufen in verschiedenen Sprachen den ordentlichen Ablauf des Turnieres gesichert.

Ein besonderes Dankeschön verdienen auch noch die Angehörigen unserer Mitglieder, die tatkräftig mitgeholfen haben und den kein Weg zu weit war. Zusammenfassend kann man sagen, dass es mit Abstrichen im Zeitmanagement ein gelungenes Turnier war. Die Teilnehmer haben eine gute Stimmung verbreitet und es kam ein Gemeinschaftsgefühl auf. Die Hobbyfreunde aus Tschechien wurden ebenfalls sehr freundlich empfangen und neue Kontakte und Freundschaften konnten geknüpft werden. Die Teilnehmer haben immer gut mitgeholfen und so zum Gelingen des Turnieres beigetragen. Besonders gefallen hat uns, dass wirklich nach jedem Durchlauf applaudiert wurde und es sehr fair und freundlich zuging, was sicher auch ein gutes Bild für die zahlreichen Besucher des Turnieres abgegeben hat.

Auf ein Wiedersehen in Langenwetzendorf oder Jena!

Sara & Michael für den 1. TKS Jena e.V.

Presseecho: http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Kaninhopturnier-in-Langenwetzendorf-1441529379

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