3. Kanin-Hop DM

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Vom 2.-4. August 2013 fand in Lemgo-Hörstmar erstmalig eine Deutsche Meisterschaft für Kanin-Hop statt. Nachdem der ausrichtende W147 Hörstmar e.V. die Meisterschaft im Februar  übertragen wurden, machte man nicht umgehend an die Planungen für diese Veranstaltung. 

Als Veranstaltungsort entschied man sich für das Sport- und Schulgelände im heimatlichen Hörstmar. Die Tiere und Bewirtung konnten in der Turnhalle untergebracht werden, die Wettbewerbe fanden unter Pavillons auf dem Schulhof statt. Die Teilnehmer konnten auf dem benachbarten Sportplatz übernachten und im Sporthaus wurde Frühstück und Abendessen angeboten.
Frühzeitig wurden Ehrengäste eingeladen und Schiedsrichter verpflichtet. Bei den Schiedsrichtern achtete man bewusst darauf, die Landesverbandzugehörigkeit zu berücksichtigen.

Es wurden dann acht  Schiedsrichter aus sieben Landesverbänden verpflichtet. Bereits weit vor dem Turnier einigte man sich auf eine einheitliche Auslegung des Regelwerks , das dann auch auf der HP der DM den Teilnehmern frühzeitig mitgeteilt wurde. Die Vereinstierärztin wurde engagiert um den Gesundheitszustand der teilnehmenden Tiere zu überprüfen.  Sie stellte keinerlei Mängel fest. Frühzeitig nahm man Kontakt zu verschiedenen Firmen auf, die durch Sponsoring die DM unterstützten. So war es möglich in entsprechendes Inventar zu investieren, die Teilnehmern nur geringe Startgebühren zahlen mussten und man einen großen Ehrenpreistisch mit zahlreichen Preisen zu bieten konnte.
Mit Abschluss der Anmeldefrist konnten die Veranstalter beeindruckende Zahlen vermelden:
Von 60 Teilnehmern aus 15 Landesverbänden wurden 342 Starts gemeldet.

Bei vorangegangenen Turnieren, war der Verwaltungsaufwand und von Ausrechnen der Platzierung ein großes zeitliches Problem, was zu längeren Wartezeiten führte. Dank dem Zuchtfreund Jürgen Hölter wurde ein Programm geschrieben, dass diese Arbeiten wesentlich vereinfachte. Innerhalb von Minuten, waren nach dem einzelnen Wettbewerben  die Ergebnislisten und auch alle Urkunden gedruckt . Auch wurden so die Einkleber für die Startbücher gedruckt, damit dort die Ergebnisse der Tiere dokumentiert werden konnten. Auch war es durch das Programm möglich auf einem großen Bildschirm die Starter über die bevorstehenden Starts und die Ergebnisse zu informieren.
Teamwork war wohl das Um und Auf bei dieser DM. Nicht nur der W147 Hörstmar kann sich den positiven Verlauf der Veranstaltung auf die Fahnen schreiben.

Zahlreiche Zuchtfreunde und Kanin-Hopper "von Außerhalb" haben ihren Teil zu der Veranstaltung beigetragen. Das "Küchenteam" des westfälischen Landesverbandsjugendzeltlagers übernahm die Versorgung der campenden Teilnehmer. Volkmar Pohl (LV Berlin-Brandenburg) und Rainer Brase (LV Bremen) übernahmen das Amt des Stadionsprechers und informierten Besucher und Teilnehmer über Kanin-Hop im Allgemeinen und den Verlauf der Veranstaltung im Speziellen.  Während sich die Züchter des W147 Hörstmar um das leibliche Wohl kümmerten, war es die Aufgabe der Kanin-Hopper sich um dem Aufbau und Ablauf des Turnieres zu kümmern, auch hier wurde tatkräftig von "Auswärtigen" geholfen.
Bereits am Donnerstagnachmittag bis in den Abend hinein reisten zahlreiche Teilnehmer an. Ihre Tiere wurden in großen Ausstellungsgehegen untergebracht. Wasser, Heu und Brixx wurden für die Tiere bereitgestellt. Bis zum Freitagmittag waren alle Teilnehmer angereist.  Dank der Unterstützung zahlreicher Schiedsrichter waren zügig  alle Startbücher kontrolliert und entsprechend der Wettbewerbe sortiert und markiert worden. Pünktlich um 12 Uhr konnten die Wettbewerbe starten.

Mit der Veranstaltung "leichte Klasse, gerade Bahn" wurden die Wettbewerbe begonnen. Mit 93 Starts war dies auch gleichzeitig der Wettbewerb mit dem größten Teilnehmerfeld. Hier zeigte es sich als notwendig, dass die Wettbewerbe auf zwei Bahnen ausgetragen wurden.  Gleich 16 Kaninchen schafften die Finalrunde fehlerfrei, sodass die schnellere Zeit über die Platzierung Auskunft geben musste. Der erste Deutsche Meistertitel ging dann mit unter 8 Sekunden an "Chardoney" mit Marie-Christin Bauer vom P33 Lachen-Speyerdorf.
In der Mittelschweren Klasse gingen 37 Tiere an den Start. Hier war Lynn´s Penelopè mit Saskia Jung vom  C317 Spöde als einziges Tier mit 0 Fehlern im Finale erfolgreich und sicherte sich den DM-Titel.
In der schweren Klasse gingen 11 Tiere an den Start, von denen 4 das Finale erreichten. Hier war ebenfalls Saskia Jung erfolgreich, mit "Chica" errang sie hier den DM-Titel und auch den zweiten Platz konnte sie mit "Lynn" belegen.
Zum Abschluss des Turniertages  fand erstmalig in Deutschland die Elitedisziplin statt. Hier gingen 7 Tiere an den Start und 3 erreichten das Finale. Michelle Heilmann vom B6 München-Ost schaffte hier mit "Romeo" ein 0-Fehler-Finale und errang den DM-Titel.


Am Samstag, dem zweiten Turniertag standen die Wettbewerbe im Parcours auf dem Programm, wieder wurde mit der leichten Klasse angefangen. Auch hier war mit 61 Starts ein großes Starterfeld zu verzeichnen. Auch hier wurde die LK auf zwei Parcours ausgetragen. 20 Starter erreichten das Finale und davon waren 14 Finaldurchgänge fehlerfrei. Wieder musste die schnellere Zeit für die Platzierung in Betracht gezogen werden. Wie bereits am Freitag war "Chardoney" und Marie-Kristin Bauer wieder  einmal das schnellste Team. Mit 10,40 Sekunden sicherten sie sich den DM-Titel.
Im mittelschweren Parcours gingen 28 Starter den Wettbewerb am, nur 5 erreichten das Finale, davon waren 2 Durchgänge fehlerfrei. Wieder war es hier Lynn´s Penelopè und Saskia Jung, die den Titel gewannen,  gefolgt von "Aiko" mit Madita Grever vom I62 Melle.
In der schweren Klasse gingen 7 Tiere an den Start, von denen 3 das Finale erreichten. Auch hier konnte Saskis Jung einen "Doppelsieg" für sich verzeichnen. "Lynn" wurde DM, gefolgt von "Chica".
Auch im Parcours wurde erstmalig die Eliteklasse ausgetragen. Von den 5 Startern erreichten nur 2 das Finale. Auch hier konnten "Romeo" und Michelle Heilmann den DM-Titel gewinnen, "Otto Lilienthal" und Rike Daetz (M7 Dartz) errangen den 2. Platz.
Am Sonntag wurden dann die Wettbewerbe des "offenen Parcours" ausgetragen. Die noch junge Wettbewerbsart, wo die Tiere den Parcours ohne Leine bewältigen müssen erfreute sich auch hoher Beliebtheit. Leider stellt sich im Verlauf der Wettbewerbe heraus, dass zahlreiche Tiere Hindernisse ausließen und disqualifiziert werden mussten.  Auch musste wegen höherer Fehlerzahlen die Anzahl der Fehlerpunkte zum Erreichen der Finalrunde erhöht werden.

Dieser Entschluss wurde von den Turnierleitern Kai Sander und Uwe Kruse, dem ZDRK-Kanin-Hop-Beauftragten Josef Steinack und den amtierenden Schiedsrichtern einvernehmlich beschlossen.
In der leichten Klasse erreichten von 60 Startern nur 5 das Finale. Lena Heindel (B475 Zirndorf) konnte sich mit "Lilly" über den DM-Titel freuen. "Benjim" mit Philin Schiemeyer (I62 Melle) errang den 2. Platz.
In der mittelschweren Klasse erreichten nur 2 von 22 Startern das Finale, Rike Daetz konnte mit "DZ Vineta" den Titel erringen, gefolgt von Marie Schneider und "Schnuffi" vom K2 Baunatal.
In der schweren Klasse konnten von 6 gestarteten Tieren 2 das Finale erreichen. Hier war es "Mary Jane" mit Chantal Jansen vom ausrichtenden Verein, die den DM-Titel erringen konnten gefolgt von "Orsino" und Michalle Heilmann.
Zum Abschluss des Turnieres fand dann  wohl die "Köningsklasse" statt. Die Eliteklasse OK war von 6 Startern besetzt worden. Nur 2 Tiere waren in der Vorrunde nicht disqualifiziert worden und trugen trotz höherer Fehlerzahl im Finale ein Stechen aus.  "Tequila" geführt von Kai Sander, machte zwar viele Fehler, erreichte aber das Zielhindernis.  "Otto Lilienthal" und Rike Daetz zeigte anfangs einen sehr schönen, fast fehlerfreien Durchlauf. Leider lief "Otto" gegen Ende des Parcours an mehreren Hindernissen vorbei und musste disqualifiziert werden. Somit ging der Titel an "Tequila".
Zum Abschluss jedes Turniertages wurden die Siegerehrungen durchgeführt. Jeder Teilnehmer bekam ein kleines Erinnerungsstück zur DM. Für jeden Start gab es eine Urkunde mit den Ergebnissen der Durchläufe und einen Ehrenpreis. Die Preise wurden von Josef Steinack und Kai Sander an die Teilnehmer übergeben.
Die deutschen Meister, die bis zur offiziellen Eröffnung am Samstagnachmittag ermittelt waren, wurden vom ZDRK-Präsidenten Erwin Leowsky persönlich übergeben.  In seinem Grußwort zur DM lobte er die Organisation des ausrichtenden Vereins W147 Hörstmar und der Wettbewerbsleitung. Er konnte sich im Laufe der Wettbewerbe davon überzeugen, welch guter Teamgeist zwischen allen Kanin-Hoppern besteht und das sich  Tierschutz und Spaß an erster Stelle befanden. Auch alle anderen der zahlreich anwesenden Ehrengäste schlossen sich dieser Ansicht an.
Neben den eigentlichen Wettbewerben waren auch zahlreiche weitere Dinge um die DM zu berichten. Bereits am Freitagabend kam es zu einer Tagung der anwesenden Schiedsrichtern und Teilnehmern. Hier wurden die Auslegungen der Kanin-Hop-Regeln besprochen, Wünsche angesprochen und sich ausgetauscht. Man kam überein, dass es sinnvoll wäre eine DM alle zwei Jahre auszurichten, ein erster Interessent für deine DM 2015 hat sich bereits gefunden, allerdings muss erst die Unterstützung des entsprechenden LV´s abgeklärt werden. Man kam auch überein, dass es sinnvoll ist eine "Arbeitsgemeinschaft Kanin-Hop im ZDRK" zu gründen. So können Wünschen und Erfahrungen zwischen Kanin-Hoppern und Schiedsrichtern besser ausgetauscht werden. Änderungswünsche an dembestehenden Regelwerk sollen innerhalb der AG erst besprochen werden und nach entsprechender Mehrheitsfindung erst an den ZDRK heran getragen werden.


Am Samstagabend wurde dann ein "Staffelspringen" als Spaß-Mannschaftsveranstaltung durchgeführt. Geplant war es Landesverbandsweise dort Mannschaften zu bilden. Da leider einzelnen Personen bereits abgereist waren  mussten die Mannschaften teilweise neu zusammen gestellt werden. Stärkere vertretene LV´s gaben Starter an andere Ab. Die niederländische Gaststarterin, bekam von zwei hörstmaraner Kanin-Hopperinnen mir niederländischen Wurzel und eine weiteren Person "Verstärkung", sodass auch ein "Orange-Team“ an den Start ging. Der LV-Jugendwart von Berlin-Brandenburg fand sich dann noch mit einem "Leihtier" in der süddeutschen Mannschaft wieder. Der Spaß stand eben nur im Vordergrund. Am Ende konnte sich die Familienmannschaft Berndhard vom Z167 Sulzbach über den 1.Platz freuen. Rainer Brase hatte für diese Veranstaltung eigens angefertigte Medaillen gespendet, die er dort verteilte.
Auch medial war die DM ein Ereignis. Ein belgisches Fernsehteam nutzte die DM für Aufnahmen für eine Fernsehproduktion über ausgefallene Tierhobbies, hin waren die holländisch sprechenden Angelique und Chantal Jansen (W147 Hörstmar) als Interviewpartner auserkoren worden. Am Sonntag drehte ein weiteres Filmteam einen Film über Kanin-Hop für einen unserer Sponsoren. Bereits vor der DM wurden in drei Dokumentationen des WDR´s über die DM berichtet und auch in der Bildzeitung war eine halbe Seite Bericht und Bilder über die DM zu lesen. Die ortansässigen Zeitungen berichteten auch umfassend von der DM.  Im Winter wird noch "Tequila" in der Show "die tierischen Zehn" zu sehen sein.


Als am Sonntag gegen 17 Uhr die Veranstaltung endete und sich die Beteiligten auf den Weg nach Hause machten, konnte man das Fazit ziehen, dass die 1. Deutsche Kanin-Hop-Meisterschaft  wohl eine gelungene Veranstaltung war, die allen Teilnehmern viel Spaß gemacht hat.
Wir vom ausrichtenden Verein hoffen ein guter Gastgeber gewesen zu sein und eine Veranstaltung ausgerichtet zu haben, die gezeigt hat, dass Kanin-Hop und ZDRK keine Gegensätze sind, sondern das eine ein fester Bestandteil des anderen sein sollte.